Fehlersuche in der Zentralverriegelung

Unterdruckplan der Zentralverriegelung

Zum Prüfen der ZV wird eine Unterdruckpumpe mit Manometer benötigt. Man kann sich notfalls auch behelfen indem man, jeweils an den Verbindungsstücken, ein Manometer mittels T-Stück einbaut und beobachtet. Dabei den Motor laufen lassen. Was die Umwelt und die Nachbarn davon halten ist eine andere Frage. Als erstes gilt es herauszufinden in welchen Kreis die Anlage undicht ist. Dazu sollte man diverse Überlegungen anstellen.

  1. Schliessen alle ZV-Elemente ?
  2. Öffnen alle ZV-Elemente?
  3. Ist die Anlage gar nicht betriebsbereit oder hat sie keinen Unterdruck nach längerer Zeit.

In der Regel sind die Membrane der Stellelemente nach einigen Jahren spröde und beginnen zu reißen. Dann entsteht eine undichte Stelle. Manchmal reicht der Druck noch aus um das Element zu Öffnen oder zu Schließen. Meistens ist es eher so, das sie ein Abschließen ermöglicht und ein Aufschließen verhindert, weil der ganze Unterdruck durch das Leck verlorengegangen ist.Durch Lauschen an den SE (Stellelementen) kann man versuchen zu orten, welches defekt ist. Es zischt dann dort. Aber leider nicht immer. Man kann natürlich auch den schwierigsten Weg wählen; alle ausbauen und durch Sichtprüfung versuchen heraus zu finden, wer der Übeltäter ist. Schlecht, wenn es dann ein Schlauch oder Rückschlagventil war.Als erstes sollte man die Rückschlagventile prüfen. Wenn an dem Anschluss Motorseite gesaugt wird, muß Durchlass vorhanden sein. Andersherum muss gesperrt sein. Gilt für beide Ventile. Die Anschlüsse auf einer Seite sind miteinander verbunden.Als nächstes verschließt man den Anschluss zur Fahrertür. Wenn die Anlage den Unterdruck hält, ist die Anlage bis dahin dicht. Nun muss man die Fahrertürverkleidung entfernen und kommt so an den Unterdruckschalter. Man zieht beide Abgänge ab, verschließt die Stutzen und prüft den Unterdruck. Wenn er gehalten wird, ist die Anlage bis dahin in Ordnung und der Schalter dicht.Nun gibt man Unterdruck auf einen der Abgänge. Dabei sieht man ja ob er schließt oder öffnet, bzw. öffnen will. Wenn das gelingt und der Unterdruck bleibt, ist der entsprechende Kreis i. O.Nun geht es weiter. Jeder Kreis hat eine farbliche Kennzeichnung:

  • Saugleitung zum Motor und U-Druckbehälter: gelb
  • Verriegelungsleitung: gelb-rot oder weiß
  • Entriegelungsleitung: gelb-grün oder schwarz

Wenn man jetzt festgestellt hat welcher Kreis undicht ist, trennt man als erstes an dem T-Stück , welches die Seiten aufteilt. Wieder das gleiche Spiel, dann geht man an den Anschlüssen, die in die Türen gehen. Je nachdem, was für ein Ergebnis man bekommt, demontiert man die entsprechende Türverkleidung und sichtet das Element. Leitungen nicht vergessen.Die Problematik beginnt natürlich, wenn beide Kreise undicht sind, weil das SE auf beiden Seiten undicht ist. Dann hilft nur eins. Jede Tür einzeln überprüfen. Das geht aber ohne Türverkleidung zerlegen. Am T-Stück im Fußraum. Mit U-Pumpe ein Kinderspiel. Nur mit Manometer klemmt man das SE einfach ab und schaut, ob der Unterdruck erhalten bleibt.Zum Schluss kommen dann die Heckklappe und das Tankschloss. Meiner Meinung nach macht es Sinn diese als erstes zu kontrollieren, weil man dort am besten hingelangt.

Viel Erfolg bei der Suche und als Beilage, eine Zeichnung der Anlage, zum einfacheren Suchen (gilt für /8 und 123)