Preise für Oldtimer entwickeln sich moderat

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Deutscher Oldtimer Index des VDA steigt 2018 um 2,2 Prozent

Berlin, 16. Januar 2019

Im zweiten Jahr in Folge entwickelten sich die Oldtimerpreise in Deutschland moderat. Der Preisanstieg betrug 2018 lediglich 2,2 Prozent und lag damit erneut unterhalb der Inflationsrate. Der Deutsche Oldtimer Index, dessen Basiswert 1999 mit 100 Punkten startete, zeigt in den letzten 20 Jahren eine Wertsteigerung in Deutschland von 160 Prozent auf.
In der Auswertung einzelner Modelle liegen zwei Fahrzeuge vorne, die in den vergangenen Jahren eine eher gemäßigte Preisentwicklung aufwiesen. Bei dem BMW 3,0 CSi dürfte ein Grund der sprunghaften Entwicklung die Seltenheit dieses Typs aus den 1970er Jahren sein. Heute gibt es nur noch 441 zugelassene Fahrzeuge des BMW-Sportcoupés. Der VW-Käfer hingegen ist der am häufigsten vorhandene Oldtimer in Deutschland. Die in der Vergangenheit recht günstigen Fahrzeuge erfordern aufgrund ihres Alters vermehrt aufwendige Reparaturen und/oder Restaurierungen, die sich dann im Preis niederschlagen.
Im Vergleich der Preisentwicklung der letzten 20 Jahre bleiben die Plätze 1 bis 3 zum Vorjahr hin unverändert. Der VW-Bus Typ 2 „Bulli“ führt vor dem kultigen Citroen 2 CV und dem immer populäreren 3er-BMW. Auf den Plätzen 4 und 5 haben sich die Typen BMW 3,0 CS und VW-Käfer aufgrund der positiven Entwicklung im letzten Jahr geschoben. Insgesamt acht der TOP 10 Fahrzeuge sind aus deutscher Produktion.
Der Deutsche Oldtimer Index wurde vom Verband der Automobilindustrie (VDA) ins Leben gerufen. Gemeinsam mit dem Bochumer Bewertungsspezialisten classic-analytics wurde ein System entwickelt, welches die Preisentwicklung der gängigsten Oldtimer in Deutschland abbildet. Dabei werden 88 repräsentative Fahrzeuge selektiert und abhängig von ihren Zulassungszahlen gewichtet. Fahrzeuge, die aufgrund ihrer Seltenheit oder ihrer Geschichte besonders teuer gehandelt werden, sind nicht berücksichtigt. Grundsätzlich rät der VDA davon ab, Oldtimer als Geldanlage zu betrachten. In den allermeisten Fällen werden Wertsteigerungen, sofern sie denn vorhanden sind, von laufenden Erhaltungs- und Wartungskosten aufgezehrt.

Quelle : VDA